Städtepartnerschaftsverein

Städtepartnerschaftsverein

Dinslaken e.V.
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Am Freitag, den 13.3.2020, veranstaltete der Städtepartnerschaftsverein Dinslaken anlässlich seines 45-jährigen Jubiläums seinen 1. Vorlesewettbewerb in französischer Sprache im Ratssaal der Stadt Dinslaken. Leider kamen nicht so viele Zuhörerinnen und Zuhörer wie erhofft. Das ist der Corona-Krise zuzurechnen. Die Juroren bestanden aus Ute Hahnen, Bärbel Thein-Kruppa, Arne Allée und Bernd Schürmann, alle Mitglieder/innen des Vereins und die Damen aktive Französisch-Lehrerinnen.

erster vorlesewettbewerbDie Ergebnisse vorab:

In Kategorie 1 (Jahrgangstufe 7/8) :
1. Antonina Wochna, Jg. 8, GHZ, F-Kurs Frau Gallmeister
2. Oskar Mook, Jg. 8, GHZ, Kurs Frau Gallmeister
3. Isabelle Strauch, Jg. 7 THG Kurs: Frau Rudoll
3. Lilly Aimée Fuhlert, Jg. 7 THG Kurs: Frau Rudoll

in Kategorie 2: (Jahrgangstufe 9-Q2)
1. Leticia Gorka, Jg. 9 , GHZ Kurs Frau Gallmeister
2. Emilia Ziegler, Jg. 9, GHZ Kurs Frau Gallmeister
3. Jonas Totz, Jg. 9, THG Kurs Frau Rudoll

Insgesamt hatten sich 23 Schülerinnen und Schüler zum Wettbewerb angemeldet. In Jahrgangsstufe 7 gab es 7 Anmeldungen, in Jahrgangsstufe 8 6 Anmeldungen, aus Klasse 9 8 Anmeldungen und ein Anmeldung aus Stufe Q2.
Beteiligte Schulen: Waldorfschule, THG, OHG , Gymnasium im Gustav Heinemann Schulzentrum

Leider konnten 7 Schülerinnen und Schüler vom OHG nicht antreten wegen eines Corona-Verdachtsfalls. Von den anderen Schulen konnten zwei aufgrund von Krankheit nicht teilnehmen. Insgesamt gab es also "nur" 13 Vorlesekandidaten.

Alle Teilnehmer waren mit großem Engagement bei der Sache. Das Niveau war erstaunlicherweise gerade auch bei den jüngeren Schülern aus Klasse 7 sehr erfreulich, wenn man bedenkt, dass diese ja erst 1 1/2 Jahre die franzöische Sprache lernen.

Die Kandidaten mussten eine selbst vorbereitete Textstelle aus einer Lektüre ihrer Wahl vorlesen. In der zweiten Runde erhielten sie einen unbekannten Text . In Kategorie 1 handelte es sich um "Le couscous de Noel" von Elisabeth Benoit-Morelli und in Kategorie 2 "Le temps des miracles" von Anne-Laure Bondoux.

Die Preisträger erhielten als Anerkennung eine Urkunde und ein französisches Buch sowie Geldpreise für ihre jeweiligen Französisch-Kurse, in denen der Wettbewerb vorbereitet wurde.

Fazit:
Der Wettbewerb hat bewiesen: Französisch ist nicht out !!! Er stand leider dieses Jahr unter dem Zeichen der Corona-Krise, von dem vor allem die Schülerinnen und Schüler des OHG betroffen waren. Nichtsdestotrotz sollte die positive Resonanz, die von den Teilnehmern und nicht zuletzt von Seiten der Französischlehrerinnen und -lehrer zum Ausdruck gebracht wurde, Anlass sein, über eine regelmäßige Etablierung eines solchen Wettbewerbs im kulturellen Leben der Stadt Dinslaken nachzudenken.

Text: Ute Hahnen, Christiane Demtröder-Rählmann Foto: Renate Altenhoff

Galerie Dîner amical 2020

Unter dem Motto „Frieden und Freundschaft“ fand auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Diner Amical zum Gedenken an die Unterzeichnung des Elyseevertrages im Jahre 1973 statt.

Es war gleichzeitig die Eröffnungsveranstaltung zum Jubiläumsjahr.

Im diesjährigen 45. Jubiläumsjahr des Vereins wurde entgegen der Vorjahre eine größere Lokalität und zwar der Gasthof Ortmann gewählt. Anwesend waren fast 120 Personen, die mit einem umfangreichen Programm aus Musik, Reden, politischer Bildung (Filme) und kulinarischen Genüssen unterhalten wurden. Die Gäste spiegelten einen Querschnitt der Dinslakener Bevölkerung wieder.

Daneben konnten aus Frankreich auch Freunde vom Comite Jumelage und zwar Ursula Marquez und Olivier Garros begrüßt werden. Nicht fehlen duften auch Vertreter aus Verwaltung, Politik sowie aus sportlichen, sozialen und kulturellen Institutionen unserer Stadt. Auch eine Vielzahl von Sponsoren konnten sich an diesem Abend bei uns wohlfühlen.

Als Zeichen des Zuspruchs konnten weitere Mitgliederinnen und Mitglieder gewonnen werden, so dass der Verein seit seiner Gründung vor 5 Jahren jetzt die Zahl „100“!! erreichen konnte.

Folies Vocales 2020 - Dinslakener Stimmen für Chorfestival in Agen gesucht!

musikalische buergerreise 2016Im Mai 2020 wird in Dinslakens Partnerstadt Agen im Rahmen des Chorfestivals „Les Folies Vocales“ ein Feuerwerk an musikalischen Höhepunkten geboten, zu denen auch die Mitwirkung von Künstlern und Chören der Partnerstädte gehört. Agen liegt zwischen Bordeaux und Toulouse im Herzen des Südwesten Frankreichs am Fluss Garonne und hat touristisch und kulturell vieles zu bieten.

Die Veranstalter des Festivals rund um den Musiker Alban Lapeyre haben die Stadt Dinslaken und die Dinslakener Chorleiterin Birgit Heinrich-Uhlig eingeladen, mit einem Projektchor bei dem Festival mitzuwirken.

Alle Beteiligten haben diese Idee begeistert aufgenommen und suchen Chorsängerinnen und Sänger, die ein musikalisches Programm einstudieren und sich mit diesen Stücken im Gepäck auf die Reise nach Agen begeben. Auch Nichtsingende sind herzlich eingeladen die Gruppe zu begleiten.

Das Chorfestival findet am Pfingstwochenende statt. Die Gruppe ist vom 26. Mai 2020 bis 02. Juni 2020 in Agen. Für Interessierte, die nur am Festivalwochenende vor Ort sein können, wird eine zweite Anreise am Freitag, dem 29. Mai.2020, organisiert. Rückfahrt für alle ist am Dienstag, 2. Juni 2020.

Die Idee „Kreative und Stimmige“ Projekt in Agen zu organisieren, welches Kultur und Kreativität miteinander vereint und nebenbei dafür sorgt, dass die Bürger unserer Städte sich auf einer ganz neuen Weise begegnen, beginnt in Dinslaken zu einer Tradition zu werden. So reist seit Oktober 2016 jedes Jahr ein Projektchor in wechselnder Besetzung und in bewährter Zusammenarbeit des Städtepartnerschaftsvereins mit der Stadt Dinslaken unter der Leitung von Birgit Heinrich-Uhlig nach Südfrankreich.

Ein Highlight wird im Jahr 2020 die Mitwirkung an einem Konzert zu Ehren des französischen Sängers Charles Aznavour sein. Darüber hinaus tritt die Gruppe mit eigenem Programm an interessanten Veranstaltungsorten in Agen auf. Hierbei wird die Stadt erlebt, ihre liebenswerten Einwohner kennengelernt und das besondere Flair des Festivals bei Straßenmusik und Konzerten genossen. Nicht zuletzt planen die Veranstalter Programmpunkte für die Gruppe, um Agen und ggf. seine Umgebung zu erkunden. Gelebte Städtepartnerschaft auf eine ganz besondere Art und Weise!

Schon am 30. Januar 2020 starten die Vorbereitungen für die große Reise und die Auftritte mit einem Info- und Probenabend. Die Gruppe trifft sich danach zu sechs weiteren Proben, in denen die Stücke einstudiert werden und die Teilnehmer die Gelegenheit haben sich vorab kennen zu lernen.

Als ein wesentlicher Bestandteil des Programms zum 45jahrigen Jubiläums der Partnerschaft mit Agen wird die Reise organisatorisch und finanziell vom Städtepartnerschaftsverein sowie dem Fachdienst Kultur der Stadt Dinslaken unterstützt.

Die Teilnehmer müssen mit Kosten in Höhe von 220 EUR für Bahnfahrt sowie Kosten für Notenmaterial und Programmgestaltung) sowie mit den Hotelkosten je nach Unterbringung (27 bis 61 EUR pro Nacht incl. Frühstück) rechnen.

Die Anzahl der Mitreisenden ist auf 50 Personen limitiert. Informationen erhalten Sie durch das Musicolino Kreativzentrum. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch 02064-6712978 (AB)

- Die Reise ist ausgebucht, bitte sehen Sie von weiteren Anmeldungen ab! -

Foto: Lothar Herbst - Projektchor 2016

Städtepartnerschaftsverein Dinslaken e.V.

Am 20.01.2018 , 2 Tage vor dem 55. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Freundschaftsvertrages zwischen Frankreich und Deutschland trafen sich Vertreter der Stadt Dinslaken, Mitglieder des Städtepartnerschaftvereins Dinslaken e.V. und Wolfgang Schwarzer, 1. Vorsitzender der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Duisburg zu einem gemütlichen Beisammensein.

Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée- Palast unterzeichnet.

Bericht: Lothar Herbst
Fotos: Christiane Demtröder-Rählmann

Klaus-Dieter Graf ist Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Dinslaken.

Im Interview spricht er über die Beziehungen zu Agen in Frankreich und Arad in Israel

Quelle: NRZ Dinslaken, 24.06.2019, Denis de Haas

interview k d grafDinslaken.Die israelische Stadt Arad liegt rund 25 Kilometer westlich vom Toten Meer. Agen gehört zum französischen Department Lot-et-Garonne. Diese Fakten lassen sich durch eine schnelle Google- Recherche herausfinden. Klaus-Dieter Graf weiß aber wesentlich mehr über Arad und Agen. Das verwundert wenig. Der 70-Jährige ist Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Dinslaken. 2015 wurde dieser mit dem Ziel gegründet, die Beziehungen zu den Partnerstädten Arad und Agen zu vertiefen. Im Interview spricht Graf über den Austausch, seine Besuche in den beiden Städten und Wünsche für die Zukunft.

Herr Graf, wie wichtig ist es gerade in der heutigen Zeit, Partnerschaften mit Städten im Ausland zu pflegen?

Graf: Sehr wichtig. Wir befinden uns gerade an einem Punkt, an dem Europa auseinanderdriftet. Das liegt an Einflüssen von außerhalb und politischen Strömungen in einigen Ländern, die diese Gemeinschaft ablehnen. Da ist es wichtig, dass sich demokratisch denkende Menschen engagieren und den europäischen Gedanken umsetzen. Der Austausch zwischen Jugendlichen oder auch älteren Menschen ist dabei sehr wichtig.

Die Dinslakener pflegen seit Jahrzehnten Freundschaften zu anderen Städten. Die Partnerschaft mit Agen begann 1975, die mit Arad 1989. Was hat sich im Laufe der Zeit verändert?

Der Austausch mit Arad beschränkt sich aktuell leider auf das Theodor-Heuss-Gymnasium in Dinslaken. Dass andere Sachen eingeschlafen sind, liegt auch an der politischen Situation in Israel. Zudem ist der Aufwand sehr hoch, die Partnerstadt zu besuchen. Arad liegt weit entfernt, eine Reise dorthin kostet viel Geld. Das Theodor-Heuss-Gymnasium lebt die Partnerschaft aber intensiv. Es gibt an der Schule eine Israel-AG, die pro Jahr zweimal einen Austausch organisiert.

Inwieweit ist die Bevölkerung denn in den Austausch mit der französischen Stadt Agen eingebunden?

Da gibt es eine positive Entwicklung. Früher hat sich die Partnerschaft auf bestimmte Personen beschränkt. Nun gibt es eine Vielfalt im Austausch, was auch an der Gründung des Städtepartnerschaftsvereins im Jahr 2015 liegt. Ich denke da an Schulen und Chöre, aber auch an Dinslakener Künstler, die in Agen ausstellen. Im Gegenzug gibt es hier auch Ausstellungen von unseren Freunden aus Frankreich.

Wie oft waren Sie in den Partnerstädten?

Ich habe Arad mittlerweile fünfmal besucht. Wie oft ich in Agen war, kann ich gar nicht mehr sagen. Es ist auf jeden Fall eine mittlere, zweistellige Zahl.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Reisen?

Bei meinem bislang letzten Besuch in Arad herrschte in der Region Krieg. Wir mussten mit unserer Delegation zeitweise in den Luftschutzkeller gehen. Wenn wir abends unterwegs waren, haben wir junge Soldaten gesehen, die mit dem Gewehr unter dem Arm auf der Tanzfläche standen. Das war schon sehr deprimierend. Trotzdem haben wir viele fröhliche Menschen getroffen. Ich hatte ein merkwürdiges Gefühl, weil wir ja in einem Kriegsgebiet waren. Solche Erfahrungen mussten Sie in Agen nicht machen. Ganz im Gegenteil. Ich muss daran denken, wie wir mit einer Delegation am 14. Juli in Frankreich waren. Zum Nationalfeiertag sind die Soldaten bei einer Parade mitmarschiert. Das war ein freudiges Ereignis. Auf militärischer Ebene gibt es auch einen Austausch, nämlich zwischen den Feldjägern aus Dinslaken und den Soldaten aus Agen. Ich bin glücklich, dass in Westeuropa Frieden herrscht und so etwas möglich ist. Nun stehen einige Jubiläum an. 2019 heißt es: 30 Jahre Partnerschaft mit Arad. 2020 wird der Verein fünf Jahre alt. Und die Freundschaft zu Agen besteht dann 45 Jahre.

Was wünschen Sie sich?

Es wäre schön, wenn unsere Aktivitäten von der Bevölkerung weiter angenommen werden. Im Vorjahr gab es ja die erste Dinslakener Bürgerfahrt. Mit 50 Leuten waren wir in Agen. Ich würde mich freuen, wenn sich sowas wiederholen ließe. Auch eine Bürgerreise nach Arad wäre eine fantastische Sache. Und wir wollen unsere Mitgliederzahl noch steigern. 80 sind schon sehr gut, ohne ehrenamtliche Arbeit funktioniert eine Partnerschaft schließlich nicht. Je mehr Leute mitmachen, desto leichter wird es sein, Veranstaltungen zu organisieren. Und da ist für 2020 einiges geplant.


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