Er hat zusammen mit dem Bürgermeister von Agen die Städtepartnerschaft ratifiziert, vor 46 Jahren.

Der französische Bücherschrank im Lesegarten unserer Stadt, neben dem Rittertor, wurde heute von Frau Bürgermeisterin Eislöffel eingeweiht. Spannende Krimis, Sachbücher, Romane und Zeitschriften und Zeitungen, nebst Bildbänden laden zum Entdecken ein. Von unserem Partnerschaftsverein in Agen kamen noch pünktlich 10 Bücher hinzu und herzliche Worte von der Vorsitzenden Ursula Marquez. Betont wurde von unserer Bürgermeistererin, dass der Verein und seine Tätigkeiten zu einem guten Völkerverständnis führen würden. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied!! Auch Friedhelm Werthmann, der früher mit der IPA von der Polizei öfter nach Agen fuhr, überreichte Geschenke zum Verbleib und zur Erinnerung an die gute Freundschaft.

Sehr geehrte Damen und Herren,

was lange währt, wird endlich gut. Schon lange bestand vom Städtepartnerschaftsverein Dinslaken die Absicht, einen französischen Bücherschrank in Dinslaken aufzustellen. Durch Corona bedingt war es im letztjährigen Jubiläumsjahr leider nicht möglich. Nun ist es soweit. Am Geburtstag unserer Partnerschaft mit Agen werden wir den Schrank durch unsere Bürgermeisterin am 23. März 2021, gegen 13.30. Uhr, im Lesegarten Am Rittertor, der Bevölkerung übergeben.
Der Bücherschrank enthält Literatur in französischer und deutscher Sprache von französichen und deutschen Autoren.

Neben Romanen werden auch Reiseliteratur, Dokumentationen und Straßenkarten angeboten. Bis auf die Romane ist die Nutzung nur im Lesegarten gestattet. Fremdeinstellungen sind nicht erwünscht.
Vor der Übergabe wird der Vereinsvorstand am Grab von Karl-Heinz Klingen, der 1975 den Städtepartnerschaftsvertrag als Bürgermeister unterschrieben hat, einen Kranz niederlegen.

nrz 23 12 2020

Hier geht's zum vollständigen NRZ-Artikel

Seit März 2020, dem Beginn der Coronakrise, haben freischaffende Künstler und Literaten, Vereinigungen wie die DFG, Bildungseinrichtungen und Institutionen wie Theater, Oper, kommunale Kinos und manche andere trotz harter Einschränkungen beachtliche Kreativität entwickelt, um Kultur zu verteidigen und geistige wie soziale Gemeinschaft zusammen zu halten.

In anderen Bereichen entstand eher der Eindruck, dass Kultur ein zu vernachlässigender Überfluss sei. Es wurde des ungeachtet viel über Kultur geredet. Und es war nicht immer klar, worüber man denn nun wirklich redete. Deshalb sei mir gestattet, einmal eine Definition des Begriffs Kultur zu versuchen. Wenn dies zu einer kontroversen Diskussion führen sollte, umso besser.

Leoluca Orlando, vormals Bürgermeister von Palermo und Europa-Abgeordneter, beschrieb das Prinzip einer erfolgreichen Politik mit dem Symbol des zweirädrigen sizilianischen Karren, der sich nur fortbewegt, wenn seine beiden Räder funktionieren und im gleichen Rhythmus rollen. Dabei steht das eine Rad für Legalität, das andere für Kultur. Eine bestechend knappe Formel, die, übertragen auf Deutschland, Frankreich, ganz Europa und darüber hinaus, den zurückgelegten Weg und die Forderungen an die Zukunft sehr deutlich fassbar macht.

Dass wir seit nunmehr 75 Jahren in einer funktionierenden Demokratie und im Frieden mit unseren Nachbarn leben, wurde durch das Prinzip der Legalität möglich: ein geregeltes, einklagbares Verhältnis zwischen Volk und Staatsmacht sowie zwischen den Nationen. Zum Beispiel zwischen Deutschland und Frankreich. Aber Staatsverträge haben nie ausgereicht. Ohne Kultur wäre die Entwicklung eines friedlichen, lebendigen und lebenswerten Miteinanders zum Scheitern verurteilt. Kultur, das bedeutet Bemühen um die eigene Identität, und um das Begreifen und Akzeptieren der Identität des Anderen. Kultur, das bedeutet Kommunikation und Austausch mit den Nachbarn – innerhalb und außerhalb der Grenzen. Kultur, das bedeutet Auseinandersetzung mit der geistigen und historischen Erbschaft, aktive Teilnahme an gegenwärtigen Entwicklungen und gemeinsames Erschaffen von Visionen für eine lebenswerte Zukunft.

Deutschland und Frankreich schufen in 75 Jahren durch das Zusammenwirken von Legalität und Kultur eine beispielhafte Partnerschaft, die auch entscheidend zum Zusammenschluss Europas beitrug. Wie wenig selbstverständlich dies allerdings ist, zeigt die Momentaufnahme dieses Jahres 2020. Corona ist nicht nur ein Virus. Corona ist auch ein Symbol für Abschottung und Auseinanderbrechen nationaler wie sozialer Gemeinschaften. Was sich in so manchen Köpfen schon lange vorbereitet hat, wird mit Corona zum Fanal unserer Gesellschaften.

Die Risse in unserer Gesellschaft werden immer tiefer. Die Kommunikation im Alltag ist mehr und mehr von Aggression geprägt. Leute, redet miteinander – und mit uns!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wolfgang Schwarzer

logo trans test

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.